RSV-Impfung

RSV-Impfung

Liebe Patienten

wir möchten Ihnen einige Informationen zum Thema RSV Impfung geben, welche wir Ihnen ab April als weitere Impfleistung anbieten werden.
Buchen Sie dazu bitte einen Termin bei Frau Broers, Termin „Impfpassdurchsicht“. Schauen Sie sich doch bitte bei dieser Gelegenheit auch unserer Impfplanchecker an, um eventuelle weitere Impflücken zu identifizieren.

 

Was ist das RS Virus?

Das Respiratorische Synzytial Virus ist ein weltweit vorkommendes Erkältungs-Virus, welches dem Influenza Virus ähnelt.
Die Übertragung erfolgt im Wesentlichen durch eine Schmier – und Tröpfcheninfektion.

Wer ist besonders betroffen? Für wen ist die Impfung empfohlen?

Die größte Krankheitslast durch RSV besteht bei Säuglingen und älteren Erwachsenen. Ferner weiss man, dass das Risiko einer Erkrankung mit schwerwiegenden Komplikationen
mit dem Alter zunimmt. Gemäß Schätzungen waren im Jahr 2019 in Deutschland etwa 380.000 ältere Erwachsene erkrankt.
Daher ist die Impfung vom Robert Koch Institut für alle Patienten ab 75 Jahren empfohlen.
Für jüngere Erwachsenen im Alter zwischen 60 – 74 Jahren ist sie ebenfalls empfohlen, wenn „eine schwere Grunderkrankung“ vorliegt.
Dazu gehören zum Beispiel Personen mit Asthma / COPD, hämato-onkologische Erkrankungen, Immunschwäche, Diabetes Mellitus mit Komplikationen,
chronische Herz- Kreislauf – und Nierenerkrankungen, chronische neurologische Erkrankungen.
Ebenfalls empfohlen ist die Impfung für Personen ab 60 Jahren, die in Pflegeeinrichtungen wohnen.
Für diese genannten Personengruppen ist das statistische Risiko an RSV-bedingten Atemwegsinfekten besonders schwer ( bis zur Hospitalisierung ) zu erkranken erhöht.
Das bedeutet, dass es zu so einem schwerwiegenden Erkrankungsverlauf kommen kann, so dass ein Krankenhausaufenthalt bishin zur Intensivstation notwendig ist.

Ist die Impfung sicher?

Es gibt drei verschiedene Impfstoffe. Alle sind im allgemeinen gut verträglich und bieten das normale Impfreaktionsprofil wie andere Schutzimpfungen auch:
Abgeschlagenheit, Druckgefühl und Schweregefühl an der Einstichstelle, ggfs eine Rötung und Überwärmung an der Einstichstelle, Kopf – Gliederschmerzen, Schüttelfrost.
Gemäß Studienlage wurden die Nebenwirkungen als “ leicht bis moderat“ eingestuft und waren „innerhalb von ein bis zwei Tagen “ vollständig zurückgegangen.
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Wie oft muss ich mich impfen lassen?

Zum aktuellen Zeitpunkt handelt es sich um eine Einmal-Impfung.
Daten über eine Notwendigkeit der Auffrischung liegen bislang noch nicht vor. Jedoch werden die Erkrankungsdaten der weitere Verlauf seitens u.a. des Robert Koch Institutes geprüft, sodass sich
die Empfehlungslage anhand der erhobenen Datenlage im Verlauf ändern kann.

Ich hatte eine RSV Infektion. Bin ich nun immun dagegen?

Nein. Da es auch nach einer stattgehabten RSV Infektion rasch erneut zu einer Infektion kommen kann, ist die einmalige Impfung nach der Genesung für den entsprechenden
Patientenkreis empfohlen.

Wie wird geimpft?

Wie bei den Corona Impfungen darf der Impfstoff nur in den Muskel geimpft werden.
Wir nehmen als Standardmuskeln den Oberarmmuskel des Armes, mit welchem man nicht schreibt.

Gibt es eine Therapie der RSV Infektion?

Nein, eine wirksame kausale Behandlungsstrategie der RSV Infektion gibt es nicht.
Es werden supportative Massnahmen wie bei jedem viralen Infekt empfohlen:
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, körperliche Schonung, bedarfsweise – wenn erforderlich – leichte zum Beispiel frei verkäufliche Schmerztabletten.
Die Gabe eines Antibiotikus ist in der Regel nicht erforderlich.


Quellen:
rki.de
forum-impfen.de
bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/impfungen/schutz-vor-rsv-infektionen/rsv-impfung-erwachsene
Impfen gegen das RS Virus zum Schutz älterer Erwachsener – Cme Verlag

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Mario Andres Lieberei
Facharzt für Innere Medizin/ hausärztlich | Hausarzt Schulstraße 50
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